Häufige Fragen
Antworten zu Hohlraumversiegelung, Unterbodenschutz, Produkten, Intervallen und Kosten.
- Hohlraumversiegelung schützt die innenliegenden Blechstrukturen: Türen, Schweller, Längsträger, A/B/C-Säulen. Dort sammelt sich Feuchtigkeit, die von außen unsichtbar Rost bildet. Unterbodenschutz schützt die Unterseite des Fahrzeugs: Fahrwerksträger, Bodenbleche, Abdeckungen gegen Steinschlag, Spritzwasser und Salzwasser. Beide Maßnahmen ergänzen sich – eine vollständige Konservierung umfasst beides.
- Eine Erstversiegelung lohnt sich am meisten bei Neufahrzeugen oder Fahrzeugen bis 3 Jahre. Ab 3–5 Jahren empfehlen wir eine Hohlrauminspektion vorab: Mit einer Endoskopkamera schauen wir in die Hohlräume, bevor wir versiegeln. Bei bestehenden Rostansätzen behandeln wir diese vor der Versiegelung – sonst versiegeln wir den Rost ein. Auch bei Fahrzeugen über 5 Jahre ist Hohlraumversiegelung sinnvoll, wenn keine fortgeschrittenen Schäden vorliegen.
- Wir arbeiten je nach Einsatzbereich mit unterschiedlichen Produkten: Fluid Film AS-R (kriechfähig, für Hohlräume), Mike Sanders Korrosionsschutzfett (Langzeitwirkung, Hohlräume), PX30 (Unterbodenschutz, dauerelastisch). Die Produktwahl richtet sich nach Fahrzeugalter, Einsatzzweck und bestehendem Zustand. Wir beraten Sie vor dem Termin.
- Kriechfähige Öle (Fluid Film) sollten alle 2–3 Jahre erneuert werden, da sie durch Feuchtigkeit langsam verdrängt werden. Wachsbasierte Produkte (Mike Sanders) halten 3–5 Jahre. Wir dokumentieren das Versiegelungsdatum und erinnern Sie zum nächsten Auffrischungsintervall. Eine einmalige Versiegelung und dann keine weitere Kontrolle ist nicht ausreichend.
- Die Kosten richten sich nach Fahrzeuggröße und Umfang der Konservierung. Fahrzeuge mit bestehendem Rost werden vorab bewertet – Rostbehandlung wird separat kalkuliert. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach Voranfrage und Sichtprüfung des Fahrzeugs.
- Das Fahrzeug sollte sauber sein – besonders der Unterboden. Wir reinigen den Unterboden mit Hochdruckreiniger vor der Versiegelung. Wichtig: Fahrzeug tankvoll mitbringen (Gewichtslast für Fahrwerksprüfung, falls kombiniert). Hohlraumversiegelung erfordert, dass die Türen und Abdeckungen geöffnet werden – Fahrzeug sollte frei zugänglich sein.
- Ja – das empfehlen wir sogar. Bei der Unterbodeninspektion vor der Versiegelung prüfen wir gleichzeitig alle HU-relevanten Punkte: Bremsanlage, Fahrwerk, Lenkung, Auspuff. Sie haben einmal Aufwand, zweifachen Nutzen. Bitte vorab mitteilen, wenn HU-Vorbereitung gewünscht ist – wir planen entsprechend Zeit ein.
- Indirekt – ja. Kriechfähige Öle und Wachse überziehen Kabelisolierungen, Schläuche und Kunststoffbauteile mit einem dünnen Schutzfilm, der den typischen Mardergeruchsreiz reduziert und den Verbiss unattraktiver macht. Marder meiden eingefettete Oberflächen. Einen vollständigen Schutz bietet nur mechanischer Marderabwehrschutz (Drahtgitter, Ultraschall), aber die Versiegelung ist eine sinnvolle Ergänzung.